Zum Tag der lesbischen Sichtbarkeit am 24. April

Sigrid Grajek und das Lesbenwohnprojekt Berolinastraße laden ein zum Tag der lesbischen Sichtbarkeit: 24. April 2025, 19 Uhr

Claire Waldoff: Ich will aber gerade vom Leben singen …
Eine musikalische Biografie von & mit Sigrid Grajek. Am Piano: Stefanie Rediske

Sigrid Grajek - Claire Waldoff

Von 1907 bis 1935 war Claire Waldoff der Star auf den Brettern der großen Kabaretts und Varietés – nicht nur in Berlin. Sie trat mit Schlips und Kragen auf, rauchte Pfeife und Zigarre, kippte mit dem Maler Heinrich Zille Nordhäuser Korn und konnte fluchen wie ein Müllkutscher. Ihre Stimme war das, was man eine „echte Röhre“ nennt – und sie traf damit wie keine andere den Ton, der die Menschen erreichte, weil sie „gerade vom Leben singen“ wollte. Ihre Lieder wurden Gassenhauer, die jedes Kind kannte. Sie war schon eine „neue Frau“ bevor es den Begriff überhaupt gab.

Claire Waldoff war mit ihrer Lebenspartnerin Olga von Roeder nicht nur ein Mittelpunkt des lesbischen Nachtlebens im Berlin der 1920er Jahre, sie führte auch einen kulturell-politischen Salon zum Gedankenaustausch unter Lesben.

Die Schauspielerin Sigrid Grajek zeichnet vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte singend und spielend die Lebensgeschichte einer außergewöhnlichen Künstlerin nach.

Mit Informationen zum Lesbenwohnprojekt und zum inklusiven queeren Soziokulturellen Zentrum Berolinastraße.

Ort: Kreativhaus, Berlin-Mitte, Fischerinsel 3, 10179 Berlin. U2 Märkisches Museum, U/S Jannowitzbrücke. Der Zugang ist barrierefrei.
Eintritt gegen Spende.

Flyer (pdf)

In Kooperation mit dem Bezirksamt-Mitte

Bezirksamt Berlin-Mitte